Wer mit Gas heizt, muss achtgeben: Kosten-Explosion 2025
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Wer mit Gas heizt, muss achtgeben: Kosten-Explosion 2025

Leute, die ihre Wohnungen mit Gas beheizen, müssen sich 2025 auf mögliche Preiserhöhungen einstellen. Unterschiedliche Anlässe dürften einen KostenSchock auslösen.

In Deutschland haben zahlreiche Bürger eine Gasheizung und wollen diese auch weiterhin behalten – oder müssen es, weil sie zur Miete wohnen und an das vorhandene Heizsystem* gebunden sind.

Was aber Mieter und Eigentümer gemeinsam haben: Wer mit Gas heizt, hat 2025 drastische Preiserhöhungen zu erwarten. Energiekosten klettern zügig. Das hat unterschiedliche Ursachen.

Wärmewende in Deutschland: 79 Prozent der Wohnungen werden mit Gas und Öl beheizt

Erhöhte Kosten für Gasheizungen: Wieso Kunden 2025 mehr ausgeben müssen

Einer der Hauptursachen für die erhöhten Heizkosten ist die teurere CO₂-Abgabe. Ab Anfang 2025 steht sie bei 55 Euro je Tonne, anstelle zuvor 45 Euro.

Von der Preiserhöhung sind all diejenigen betroffen, die mit fossilen Brennstoffen heizen oder tanken – dementsprechend auch Gas- und Ölheizungen.

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Außerdem beeinträchtigen systemische Neugestaltungen im Bereich der Gasnetze die Preise: Zunehmend wechseln Leute zu umweltverträglichen Auswahlmöglichkeiten wie Fernwärme oder Wärmepumpen*.

Das ist begrüßenswert“, erklärt Energiefachmann Florian Munder von der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Aber für die übriggebliebenen Gasanwender zieht das teurere Kosten nach sich: „Teilen sich weniger Leute das Gasnetz, erhöhen sich die Netzentgelte, die auf die übriggebliebenen Verbraucher umverteilt werden.

Ansonsten können Betreiber der Netze in Zukunft für Gasnetze einen verkürzten Abschreibungszeitraum anwenden. Derartige Kosten werden gleichfalls auf die Kunden umverteilt.

Gaspreise Januar 2025: So viel kostet eine Kilowattstunde derzeit

Wer eine Gasheizung nutzt, muss sich 2025 vorsehen – um wie viel teurer wird das?

So erwartet z.B. die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen, dass ein Haushalt mit einem jährlichen Bedarf von 20.000 kWh in 2025 rund 80 Euro zusätzlich für das Gasnetz berappen muss. Das ergibt eine Erhöhung von 27 Prozent. Bei 25 Prozent der Netzgebiete erhöhen sich die Netzentgelte schon um wenigstens 100 Euro.

In einigen Netzgebieten dürften die Zusatzkosten schon bis zu 100 Euro ausmachen. „Die Gasnetzentgelte für einen Haushalt mit einem Bedarf von 20.000 kWh kommen in NRW jährlich auf im Mittel 722 Euro“, informieren die Verbraucherschützer.

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Besser wird es nicht: Ab 2027 Kostenexplosion vermutet

Je nach Versorger unterscheiden sich die Preise lokal extrem. Betreiber der Gasnetze unterrichten ihre Kundschaft grundsätzlich zum Jahresanfang über die Preiserneuerungen. Für Kunden bedeuted dies: Preisvergleiche machen, Kündigungszeiten berücksichtigen und eventuell frühzeitig zu einem billigeren Versorger wechseln*.

Ab 2027 (Start des freien EUZertifikatehandel) wird es für sämtliche Leute, die mit fossilen Energiequellen heizen, ein Weiteres mal extrem kostspieliger.

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Energiefachmann Florian Munder alarmiert: „Die Leute schauen häufig allein auf den gegenwärtigen Zustand, nicht auf das Morgen. Und momentan sind die Ausgaben für Energie erneut ein wenig gefallen.“

Aber Hauseigentümer, die nicht umschwenken oder sogar zukunftsweisende Gasheizungen installieren, dürften diesen Entschluss teuer bezahlen.

Den allermeisten ist nicht klar, was sie mit den sich schnell erhöhenden CO₂-Abgaben in den folgenden Jahren erwarten wird“, betont Munder. Fachleute sagen explodierende Heizkosten voraus, und damit Preise, auf welche die allermeisten gar nicht eingestellt sind. Darum rät er zu einem möglichst raschen Übergang auf alternative Heizanlagen*.

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Zügig ansteigende Kosten für Gasheizung: „Bis 70 Prozent Förderung für den Wechsel“

Entgegen zahlreicher Spekulationen wäre ein Wechsel auf umweltverträgliche Heizanlagen* wirtschaftlich lukrativ – und werde sich nach wie vor großzügig bezahlt machen: „Förderungen bis zu 70 Prozent sind durchaus machbar“, so Munder. Noch.

Denn die aussichtsreichen Vorraussetzungen dürften sich zukünftig wandeln. Mieter und Hauseigentümer sollten sich darum rechtzeitig über Auswahlmöglichkeiten schlau machen und tätig werden, um längerfistig die Zuschüsse einzustreichen und kletternde Heizkosten zu vermeiden.

Wärmepumpe: Auch 2025 Förderung für Austausch der Heizung

(Mit Angaben www.fr.de/wirtschaft/11.01.2025)

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