Strompreise: Steuerreform für Strom in Aussicht: Wie viel gäbe es zurück?
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Noch vor der Bundestagswahl am 23.02.2025 verlangen die Parteien eine Reduzierung der Stromsteuer auf das europäische Mindestmaß. Sollte das realisiert werden, dürfte ein mittlerer Haushalt fast 93 Euro pro Jahr einsparen.
Das Online-Vergleichsportal Verivox* schätzt die komplette Erleichterung für Konsumenten auf rund 3 Milliarden Euro. Aber Spezialisten empfehlen, nichts auf politische Zusagen zu geben.
In Deutschland sind schon jahrelang die Strompreise in aller Munde. Hauptsächlich die honen Steuern und Abgaben machen den Strom für private Haushalte immer teurer. Jetzt stellen einige Parteien eine Neuregelung in Aussicht: Die Stromsteuer demnächst auf das von der EU festgelegte Mindesmaß reduziert werden.
Derzeit beläuft sich für Privathaushalte die Stromsteuerauf 2,05 Cent je kWh. Der EU-Minimawert steht jedoch bei lediglich 0,1 Cent. Gemäß einer Kalkulation des Vergleichsportals würde eine Verringerung auf diesen Preis die Ausgaben für Strom um rund 7 Prozent verringern, informiert der Spiegel.
Für einen Haushalt mit einem Bedarf von 4.000 kWh pro Jahr ergibt sich daraus eine Einsparung von 93 Euro brutto.
Ein Haushalt mit 2 Personen und einem Bedarf von mit 2.800 kWh könnte 65 Euro einsparen, Alleinstehende mit einem Bedarf von 1.500 kWh fast 35 Euro.
Zusammengenommen könnten diese Neuregelungen für Konsumenten eine wirtschaftliche Erleichterung von fast 3 Milliarden Euro ausmachen. Verivox-Energiefachmann Thorsten Storck erläutert, dass diese Vorgehensweise eindringlich erforderlich sei:
Die teuren Strompreise des Krisenjahres 2022 seien einerseits überwunden, aber das Niveau der Strompreise läge nach wie vor fast 5 Prozent über dem Stand vor der Energiekrise, erklärt er der Faz.
Ein Strompreisvergleich rentiert sich heute bereits
Doch nicht allein die Politik kann sich für geringere Strompreise einsetzen. Konsumenten haben bereits heute die Gelegenheit, ihre Ausgaben zu reduzieren.
Gemäß Verivox gibt es momentan Preisdifferenzen von über 15 Cent je kWh zwischen überteuerten und billigen Tarifen. Bei einem Bedarf von 4.000 kWh kann das einen Unterschied von 624 Euro jährlich ergeben, betont Verivox.
Darum empfehlen Verbraucherschützer, in regelmäßigen Abständen die eigenen Ausgaben für Strom zu kontrollieren und einen Vergleich der Stromtarife durchzuführen.
Etliche Haushalte berappen überflüssig teure Preise, weil sie immer noch im (teuren) Grundversorgungstarif stecken. Ein Übergang zu einem billigeren Versorger kann demnach oft schon heute mehr nutzen als eine politisch beabsichtigte Steuerreform.
Bilanz: Reform gut und schön, aber Strompreisvergleich viel besser
Die beabsichtigte Reduzierung der Stromsteuer wäre auf jeden Fall eine Erleichterung für Haushalte und würde die teuren Energiepreise ein wenig abmildern.
Aber wann und ob sie kommt, steht noch in den Sternen. Wer schon jetzt sparen will, sollte sich nicht auf die Politik verlassen, sondern selber tätig werden: Ein Versorgerwechsel kann häufig reichlich über 100 Euro im Jahr einsparen.
(Mit Angaben www.immowelt.de/12.02.2025)
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