Stromkosten könnten durch Steuersenkung sieben Prozent sinken
Die Strompreise* schlagen für die meisten Menschen in Deutschland bei den Lebenshaltungskosten kräftig zu Buche. Einige Parteien locken damit, die Stromsteuer nach der Bundestagswahl zu reduzieren. Das Vergleichsportal Verivox* hat ermittelt, welche Auswirkungen das für Privathaushalte haben würde.
Eine Reduzierung der Stromsteuer auf den EU-zulässigen Mindestwert würde die Stromkosten nach Kalkulationen des Vergleichsportals um fast 7 Prozent reduzieren. In Deutschland würden Kunden dann zusammen fast 3 Milliarden Euro weniger ausgeben müssen.
In ihren Ankündigungen zur Wahl am 23.02.2025 machen sich AfD, Grüne und FDP dafür stark, die Stromsteuer auf den EU-Mindeswert zu verringern. Die CDU verkündet, die Stromsteuer solle reduziert werden. Die SPD möchte ebenfalls eine Verringerung.
Für Privathaushalte beläuft sich die Stromsteuer momentan auf 2,05 Cent pro kWh. Der EU-Mindestwert liegt bei 0,1 Cent pro kWh.
Bei einer Reduzierung der Stromsteuer auf 0,1 Cent je kWh würde gemäß Vergleichsportal eine Familie mit einem jährlichen Strombedarf von 4.000 kWh dann 93 Euro weniger ausgeben. Gleichzeitig würde mit der reduzierten Stromsteuer auch weniger Mehrwertsteuer anfallen.
Eine Familie mit 2 Personen und einem Bedarf von 2.800 kWh dürfte eine Einsparung von 65 Euro pro Jahr, ein Alleinstehender (1.500 kWh) von 35 Euro erwarten.
Verivox-Energiefachmann Thorsten Storck informierte: „Die unbezahlbaren Strompreise im Krisenjahr 2022 sind mittlerweile längst Geschichte. Trotzdem ist der Level beim Strompreis gegenwärtig noch fast 5 Prozent teurer als vor 2022.“
Außerdem würden deutsche Haushalte beim Strompreis durch Abgaben und Steuern kräftig strapaziert. „Eine Verringerung der Stromsteuer wäre demnach eine clevere Maßnahme, die Lebenshaltungskosten nachhaltig zu reduzieren.“
(Mit Angaben www.welt.de/wirtschaft/03.02.2025)
2 Kommentare