Gaspreise 2025: Berliner zahlen 124 Prozent mehr als vor dem Ukrainekrieg
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Gaspreise 2025: Berliner zahlen 124 Prozent mehr als vor dem Ukrainekrieg

Das Online-Vergleichsportal Verivox hat die Strom– und Gaspreise in Deutschland ab 2021 beobachtet. Berliner Bürger müssen gegenwärtig erheblich mehr ausgeben als der bundesweite Durchschnitt.

Inzwischen sind seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine drei Jahre vergangen. Wenngleich sich die Energiekrise seither erneut ein wenig normalisiert hat, haben zahlreiche Personen unter ihren Auswirkungen zum Teil immer noch enorm zu leiden.

Das zeigen jetzt neue Angaben des Vergleichsportals Verivox* zur Fortentwicklung der Energiepreise in Deutschland ab 2021.

Demzufolge sind die Kosten für Kraftstoff, Strom und Heizung noch immer 31 Prozent teurer als vor dem Anfang des Ukrainekrieges.

Gemäß Vergleichsportal muss ein mittlerer Haushalt mit 3 Personen in Deutschland momentan 5.407 Euro jährlich für Energie bezahlen. 2021 waren es 4.121 Euro – eine Erhöhung um 31 Prozent oder 1.286 Euro.

Aber wie haben sich die Energiepreise in Berlin fortentwickelt? Der Berliner Zeitung wurden hierzu Angaben vorgelegt: Sie belegen, dass die Preiserhhöhung in Berlin noch kräftiger stattgefunden hat.

Energiepreise in Berlin: 43 Prozent mehr für Strom ab 2021, 124 Prozent mehr für Gas

Wenngleich die Kosten für Energie ab ihrem Spitzenwert im Oktober 2022 um ein Drittel gefallen sind, stehen sie auch heute noch drastisch oberhalb dem Level von vor Kriegsbeginn“, erklärt Verivox*-Energiefachmann Thorsten Storck in der Untersuchung des Vergleichsportals.

Hauptsächlich sei das Heizen mit Gas extrem kostspielig. „Bei einem Bedarf von 20.000 kWh erhöhten sich die Kosten von 1.329 Euro auf 2.319 Euro – ein Zuwachs von 74 Prozent“, heißt es weiter. In Berlin hat die Erhöhung noch dramatischer stattgefunden.

Berliner Privathaushalte vergüten bei einem jährlichen Bedarf von 20.000 kWh Gas momentan 2.171 Euro. Im Februar 2021 waren es 969 Euro – eine Erhöhung von 124 Prozent.

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Neben den teurer gewordenen Einkaufskosten treiben gemäß Verivox teurere Gasnetzentgelte und die teurer werdende CO₂-Gebühr auf fossile Brennstoffe die Preise in die Höhe.

Die Strompreise in Deutschland sind auch teurer geworden, wenn auch nicht so dramatisch. „Ein Haushalt mit einem jährlichen Bedarf von 4.000 kWh vergütet nun 1.432 Euro anstelle 1.229 Euro in 2021 – eine Erhöhung um 17 Prozent“, informiert Storck.

In Berlin bezahlt man gegenwärtig im Mittel 1.588 Euro bei einem jährlichen Bedarf von 4.000 kWh, gegenüber dem Wert von vor 4 Jahren (1.113 Euro) – eine Steigerung um 43 Prozent.

Das Vergleichsportal begründet die Auslöser vorrangig mit gestiegenen Netzentgelten und teurer gewordene Einkaufskosten der Energieanbieter.

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Enzwicklung der Strom- und Gaspreise in Berlin seit Februar 2021
Grafik: BLZ. Quelle: Verivox

In Berlin ist die Erhöhung bei Gas– und Strompreisen ab 2021 erheblich kräftiger ausgefallen als im Durchschnitt des gesamten Bundesgebiets.

Schon im Januar alarmierten Spezialisten davor, dass die Berliner Gasversorgung auch 2025 überteuert bleiben wird.

Gemäß dem Verivox-Fachmann Storck ist ein Rückgang der Kosten auf das Level von vor Kriegbeginn gegenwärtig nicht zu erwarten. Erhöhte Preise im Großhandel, teurere Netzkosten und ansteigende CO₂-Gebühren würden vielmehr erneute Preiserhöhungen zur Folge haben.

Mann müsse sich gedulden, ob die nächste Bundesregierung mit Friedrich Merz (CDU) die erforderlichen Werkzeuge zur Verfügung stellen wird, um die Mehrbelastungen der Haushalte aufzufangen.

(Mit Angaben www.berliner-zeitung.de/28.02.2025)

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