Gas 70 Prozent teurer: Der Auslöser dafür ist bei dir zu Hause
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Wer 2024 auf eine erneute Reduzierung der Gaspreise* vertraut hatte, muste dagegen eine derbe Niederlage hinnehmen. Anstelle eine spürbare Erleichterung entstehen zu lassen, sind die Preise für Gas erheblich in die Höhe gegangen. Ein Aus für diese Entwicklung ist nicht absehbar. Aber was lässt den Gaspreis ansteigen, wenn gar keine Knappheit mehr besteht?
Gegenüber 2023 sind die Gaspreise in den ersten 6 Monaten 2024 nur um 4 Prozent angestiegen. Bewertet man indessen die Entwicklung der Gaspreise ab 2021, sieht die Vorhersage bedrückend aus. Wenngleich unter die Energiekrise unlängst ein Schlussstrich gezogen wurde, ist Gas um über 66 Prozent teurer geworden als vor Beginn der Krise.
Wirtschaftsminister Robert Habeck gibt die Verwendung eines bestimmten Gerätes im Hausalt dafür die Schuld. In nächster Zeit sind erneute Erhöhungen der Gaspreise zu erwarten.
Gas 70 Prozent teurer – ist dieses Elektrogerät der Auslöser?
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie attestierte eine Erhöhung der Gaspreise. Die teuren Gaspreise* im Sommer sind nach Auffassung des Bundeswirtschaftsministers aufgrund eines enormen Stromkonsums entstanden.
Mit einem Mal erhöhte sich wegen der enormen Verwendung von Klimaanlagen der Stromkonsum. Das hatte in Deutschland zur Folge, dass vielerorts Gaskraftwerke eingesetzt wurden, um die hinzukommenden Größenordnungen anzubieten.
Gaskraftwerke können im Handumdrehen in Betrieb gehen und dann Strom erbringen, wenn er gebraucht wird. Dieser Einsatz muss hingegen teuer bezahlt werden. Dabei bildet sich der Preis nicht allein durch die derzeitigen Gaspreise.
Um eine dauerhafte Bedienung mit Strom zu garantieren, werden Kraftwerke definiert, die in Ausnahmefällen lokal in Betrieb genommen werden.
Damit sich diese Verwendung für Inhaber der Kraftwerke finanziell rentiert, reichen preiswerte Gegenleistungen nicht aus. Das gilt in besonderer Weise, wenn Energieanbieter vollständig neue Gaskraftwerke erschaffen bzw. erschafft haben.
Die Ausgaben für die Kapitalanlagen machen sich lediglich dann bezahlt, wenn das bereitgestellte Gas dann Strom zu einem teuren Strompreis zur Verfügung stellen kann. Exakte Angaben zu unterschiedlichen Vertragsmodellen sind hierbei fast nie in allen Einzelheiten transparent.
Ein grober Ansatz sagt dazu: Immer, wenn ein Gaskraftwerk für kurze Zeit ein erhebliches Bedürfnis nach Strom kompensieren muss, wird es für Kunden richtig teuer. Dann entstehen in diesen Zeitspannen unmittelbare Effekte auf den Strom– und Gaspreis.
Weiterhin empfindliche Gasmärkte
Gemäß des Wirtschaftsministeriums sind ergänzend dazu die Gasmärkte nach wie vor einer Periode erheblicher Preisturbulenzen ausgesetzt.
Wenngleich dadurch keine hauchdünne Situation der Versorgung entstanden ist, verharren die Preise weiterhin auf hohem Niveau. Darüber hinaus trifft diese Problematik aber auf keinen Fall lediglich auf örtliche Klimaanlagen zu.
Hingegen ist die Summe sämtlicher in Betrieb genommener Klimaanlagen in Asien und Europa Auslöser für den weltweiten Gaspreis gewesen. In der nächster Zeit ist auch bei den Gaspreisen keine Erleichterung in Sicht.
Es wird vermutet, dass trotzdem die Netzentgelte für Gas um 20 bis 40 Prozent angehoben werden, was bei Kunden zu teureren Gaspreisen führen wird. Sogar mit fallenden Preisen im Gas-Großhandel profitieren Verbraucher daher nicht von Einsparungen.
Um fortab die Netzentgelte für Verbaucher zu drosseln, wenn massenhaft Leute weitere Heizsysteme einsetzen, will die Bundesregierung die Netzentgelte aus diesem Grund schon heute ansteigen lassen. Bereits ab 2025 dürften Preise beim Gas für Kunden demzufolge weiterhin teurer werden.
(Mit Angaben www.inside-digital.de/news/06.10.2024)
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