Erwerbsminderung: Häufigster Anlass sind psychische Erkrankungen
Wer einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente stellt, hat oftmals psychische Probleme. Diese sind der am häufigsten auftretende Anlass für eine Erwerbsminderung.
Psychische Erkrankungen sind nach wie vor der häufigste Anlass, weshalb Versicherungsnehmer eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente empfangen. Das belegen neue Zahlen aus einer Stellungnahme der Bundesregierung aufgrund einer Anfrage der Linken.
Demzufolge waren 2023 psychische Probleme mit 41,8 Prozent der häufigste Anlass für den Bezug einer Erwerbsminderungsrente. Gleich danach folgen dann mit 14,5 Prozent Tumorerkrankungen.
Mit je 10,4 Prozent folgen dann Erkrankungen des Bindegewebes und des Muskel–Skelett–Systems und mit 7,9 Prozent Erkrankungen des Nervensystems.
Frauen leiden öfters unter psychischen Problemen
Frauen sind häufiger von psychischen Erkrankungen betroffen als Männer. Bei Frauen sind 47,8 Prozent der Erwerbsminderungsrenten durch psychische Probleme hervorgerufen. Bei den Männern sind es hingegen 35,1 Prozent.
Zusammen ist die Menge der psychischen Erkrankungen gegenüber 2020 dagegen mäßig gefallen: 2023 gingen die Krankheitsbefunde im Zusammenhang mit der Erwerbsminderungsrente um 4.300 zurück – eine Reduzierung von 5,9 Prozent.
Ebenso bei der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung* sind psychische Erkrankungen der häufigste Auslöser für den Rentenbezug. Das ergab eine im Herbst durchgeführte Untersuchung der Debeka.
(Mit Angaben www.check24.de/13.01.2025)
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