Elektroautos: BMW hängt zügig Tesla in Deutschland ab

Elektroautos: BMW hängt zügig Tesla in Deutschland ab

In Deutschland hat sich 2024 das Interesse an Elektroautos verringert. Trotzdem sind die Zahlen erstaunlich: Bei den Verkäufen hat BMW Tesla den Rang abgelaufen. Wie konnte das geschehen?

Dass E-Autos in Deutschland eine schwere Zeit durchmachen, ist schon seit längerer Zeit in aller Munde. Aktuelle Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) machen diese Tendenz deutlich:

Im Verhältnis zu 2023 hat sich die Menge der Neuzulassungen im letzten Jahr um satte 27,4 Prozent verringert. Die Quote von Elektroautos an sämtlichen Fahrzeug-Neuzulassungen verringerte sich um 5 auf 13,5 Prozent.

Hauptsächlich der von Elon Musk geleitete amerikanische Produzent Tesla setzte erheblich weniger E-Autos ab. Die Menge der Neuzulassungen verringerte sich 2024 um satte 41 Prozent.

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Ebenso musste Volkswagen eine Verringerung von gut und gerne 12 Prozent hinnehmen. Aber nicht alle versagen beim Verkauf von E-Autos. Mehrere Produzenten wie BMW konnten ihren Absatz entgegen der generellen Entwicklung in Deutschland sogar erhöhen.

BMW hat 2024 seine Verkäufe im Sektor Elektroautos um 4 Prozent auf 42.066 Fahrzeuge erhöht und damit Tesla auf Platz 2 bei den Neuzulassungen verwiesen – den ersten Platz belegt Volkswagen.

Und wie hat BMW das gemacht? Ist der Produzent aus Deutschland inzwischen beliebter als Tesla? Dazu nehmen Branchenkenner Stellung.

BMW begründet die Erhöhung bei den abgesetzten E-Autos und seine „kräftige Marktpositionierung“ mit „dem breiten Sortiment an Modellen“.

Hier sei die Substanz der Produkte aussschlaggebend, erklärt ein BMW-Sprecher auf Befragung der Berliner Zeitung. Für die zusätzliche Marktverbesserung im Bereich der E-Mobilität sei eine vernünftige Erweiterung der öffentlichen. und privaten Ladeinfrastruktur.

Nur wenn die Autofahrer zuverlässig aufladen können, werden sie sich auch künftig Elektroautos anschaffen.“

Tesla macht seine Umsätze vorrangig mit dem Model 3 und den Modellen Y.

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BMW hingegen verfügt über ein breiteres Sortiment mit 12 lieferbaren Modellen. „Bei der E-Mobilität ist BMW schon seit Längerem erheblich angstfreier und ideenreicher“, so der Dozent für Automobilwirtschaft an der Fachhochschule des Mittelstands Hannover, Frank Schwope, auf Befragung der Berliner Zeitung.

Im Vergleich zu Tesla kann BMW seine Überlegenheit in der Tat bei Firmenwagen zeigen, informiert das Handelsblatt. Demzufolge hat Tesla das Model 3 von Januar bis November über 2.600 mal an private Kunden veräußert und damit den BMW i4 um fast 1.000 Verkäufe überholt. Im erheblich größeren Gewerbebereich sei BMW jedoch haushoch überlegen.

So stünden 7.600 abgesetzten „i4“ lediglich rund 3.700 Model 3 gegenüber. Beim Flottengeschäft hat Tesla zusammen im letzten Jahr 18,6 Prozent verloren.

Im Übrigen hätten Flottenabnehmer wie Sixt oder SAP andauernd Schwierigkeiten mit den enormen Preisrückgängen bei Tesla gehabt, zumal die großen Abschreibungen die Gewinnspanne erheblich reduziert hätten.

Gemäß Handelsblatt bemängelten wiederum andere den unzureichenden Tesla-Service und bauten darum lieber auf deutsche Autohersteller.

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Autofachmann: Tesla könnte Platz 1 in Europa abgeben

Autofachmann Wulf Schlachter informiert, dass BMW in den vergangenen Jahren erhebliche Entwicklungen im Sektor der E-Mobilität hingelegt habe.

BMW hat enorm in die Herstellung und Fortentwicklung von E-Motoren und sonstige bedeutende Bestandteile für E-Autos investiert“, erklärt der Geschäftsführer und Gründer von DXBe Management, einer international tätigen Unternehmung im Sektor Betrieb und Erweiterung der Ladeinfrastruktur, auf Befragung.

Diese Kapitalanlagen hätten es BMW erlaubt, leistungsstärkere und wirtschaftlichere Elektroautos zu produzieren. „BMW hat gelungene Marktmethoden verwirklicht um E-Autos lukrativer zu gestalten“, betont Schlachter. Ansonsten habe BMW seine Produktionsleistung drastisch ausgedehnt.

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Was hat aber jetzt BMW tatsächlich besser gemacht als Tesla? „BMW hat umgesetzt und nicht allein Versprechungen gemacht„, so der Autofachmann. Es werde sich herausstellen, ob Tesla auch in Europa die Position 1 abgeben muss.

„Mit BYD haben sie bereits in China genügend Wettbewerb, so liegt ebenso in China der Schwerpunkt momentan auf ‚Buy Chinese‘.“

Schlachter erkennt „in Europa bei Endverbrauchern und Unternehmen gleichartige Entfaltungen„, die sich mit Elon Musk und seinen Handlungen nicht mehr vereinbaren lassen“. Damit spricht der Branchenkenner auf die anwachsenden Rügen am Tesla-Chef für seine AfD-Wahlunterstützung an.

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Trotzdem werde BMW auch jetzt noch vor den Kampfansagen auf dem in Deutschland aufgewühlten Markt für E-Autos bestehen müssen. „Der Markt ist abhängig von lukrativen Zuschüssen und Anregungen, mit Maßregelungen der Verbrenner-Fahrer ist es auch nicht getan“, so Schlachter.

Darum sei es entscheidend, dass Elektroautos finanziell tragbar, die Infrastruktur erweitert, die Energie grundsätzlich billiger und günstigere Rahmenbedingungen für moderne Technik von der Politik zur Verfügung gestellt würden.

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(Mit Angaben www.berliner-zeitung.de/10.01.2025)

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