Deshalb wird Strom teurer, auch wenn so viel grüne Energie erzeugt wird
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Auch wenn erneuerbare Energien immer preisgünstiger werden, erhöhen sich die Strompreise auch zukünftig. Etliche Verbraucher glauben nicht an die Aussage, dass grüner Strom billiger ist.
Seit 1 Jahr ist der Strompreis vergleichsweise konstant. Trotzdem ist eine schwache Aufwärtsentwicklung sichtbar. Vorrangig, wenn man die Strompreise von vor 5 oder 10 Jahren betrachtet:
2015 stand der mittlere Strompreis bei 27,54 Cent je kWh; 2020 dann bei 29,36 Cent je kWh. Eine kWh kostete 2024 im Mittel 35,66 Cent. Für 2025 dürften es allerdings 36,51 Cent sein, sagt das Vergleichsportal Verivox* vorher.
Binnen 10 Jahren ist der Strompreis somit um rund 33 Prozent teurer geworden.
Obwohl immer mehr Windparks und Photovoltaikanlagen* errichtet werden und grüner Strom erheblich billiger als Energie aus fossilen Brennstoffen sein soll, erhöhen sich die Preise weiterhin. Woran liegt das?
Billige erneuerbare Energie?
Die Herstellung einer kWh Strom aus Wind– oder Solarkraft ist extrem billiger als mit Gas* oder Kohle. Hauptsächlich, wenn man die verborgenen Folgeausgaben wie Klima-, Umwelt- und Gesundheitsschäden betrachtet.
Jedoch muss man bei der Kalkulation beachten, dass für die Energiewende erhebliche Bereiche Teile des Stromnetzes umgestaltet werden müssen. So etwa indem Wasserstoffkraftwerke gebaut oder große Energiespeicheranlagen eingerichtet werden.
Die Vorstellung ist, dass so die Energiversorgung auch dann garantiert ist, wenn Wind- und Solarkraft* nicht genügen, um den Stromverbrauch aufzufangen. Durch diese Aspekte erhöhen sich die Erzeugungskosten für grünen Strom. Und diese erhöhen abermalig die Netzentgelte.
Dazu kommt die Prozedur an der Strombörse. Hier regiert zählt die „Merit Order„. Ganz einfach erklärt heißt das, dasjenige Kraftwerk (Grenzkraftwerk), welches die allerletzte gebrauchte MWh produziert und an der Börse zum Verkauf anbietet, legt den Preis für alle fest. Häufig geht es hierbei um ein kostspieliges Gas– oder Kohlekraftwerk.
Wie billig wäre grüner Strom im Vergleich?
Um die Kosten für unterschiedliche Energieträger der Stromherstellung vergleichen zu können, gibt es eine spezielle Messgröße, die Stromgestehungskosten („Levelized Cost of Electricity“; LCOE).
Sie umfassen die Kosten für die Erstellung und die Inbetriebnahme pro Jahr einer Anlage, die ins Verhältnis zur produzierten Strommenge während der vollständigen Lebenszeit der Anlage gesetzt werden.
Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) hat in einer Analyse Gestehungskosten unterschiedlicher Energiequellen bewertet.
Das Resultat:

Folglich sind die Gestehungskosten für grünen Strom erheblich geringer.
Genutzte Quellen:
br.de „Faktenfuchs: Grüner Strom – teurer oder billiger?“
wiwo.de „Weshalb wird Strom teurer, wenngleich so viel grüne Energie hergestellt wird?“
(Mit Angaben www.t-online.de/13.02.2025)
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