DAK-Analyse belegt: Beiträge zur Krankenkasse erhöhen sich extrem
Das IGES-Institut machte im Juni 2024 im Namen der DAK-Gesundheit eine Analyse zur bevorstehenden Fortentwicklung der Beiträge für die Sozialversicherung öffentlich.
Nun wurde ein überarbeitetes Resultat vorgelegt, das noch extremere Kostenerhöhungen in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) vorhersagt. Auf Mitglieder der GKV kommen dann bis zu 4-stellige Zusatzkosten pro Jahr zu.
Die Analyse aus 2024 vermutetet eine Erhöhung der Krankenkassenbeiträge auf 19,3 Prozent binnen der kommenden 10 Jahre.
Die aktuelle Analyse berichtigt diese Beurteilung. Bis 2035 sollen sich die Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung auf 20 Prozent erhöhen.

Gegenüberstellung der Krankenkassenbeiträge von 16,3 Prozent, 17,1 Prozent und 20 Prozent für unterschiedliche Einkommensgruppen. Zahlen ohne Zuschuss des Arbeitgebers.
Das IGES–Institut legt aber verschiedene Anwendungsfälle zugrunde: Bei einer aussichtsreichen Fortentwicklung könnte der Beitrag zur Krankenkasse 2035 bei 18 Prozent landen. Im Falle einer unpassenden Fortentwicklung wäre allerdings ein Beitragssatz von 22,6 Prozent zu erwarten.
Ebenso bei den Beiträgen zur Arbeitslosen-, Pflege– und Rentenversicherung wird eine erhebliche Erhöhung vorhergesagt. Gemäß der Voraussage könnten sich die Sozialabgaben bis 2035 auf 49,7 Prozent der beitragspflichtigen Einkommen erhöhen. Das ist eine drastische Erhöhung im Verhältnis zum derzeitigen Wert von 42,5 Prozent.
Die DAK–Gesundheit fordert daher die Politik auf, die dramatischen Steigerungen einzudämmen.
Sie verlangt besispielsweise eine Überarbeitung zur Finanzierung der Krankenhaus-Umbildungen, ein Sofortprogramm zur Stabilisierung der Beiträge sowie eine Steigerung des Bundeszuschusses.
Privatpatienten nicht so hart von Steigerungen betroffen
Ebenfalls in der privaten Krankenversicherung* (PKV) werden die Beitragssätze steigen, aber nicht in vergleichbarer Höhe:
In den vergangenen 20 Jahren sind die GKV-Beiträge im Mittel um 3,8 Prozent jährlich angehoben worden.
Hingegen sind es in der PKV lediglich 3,1 Prozent. Außerdem können Privatversicherte den Zusatzkosten entgehen, wenn sie sich beispielsweise einen billigeren Tarif aussuchen.

Grundlagen:
DAK
IGES-Institut
PKV-Verband
(Mit Angaben www.check24.de/private-krankenversicherung/24.01.2025)