CDU und SPD: Strompreis-Entwürfe dürften Millionen Verbraucher helfen

CDU und SPD: Strompreis-Entwürfe dürften Millionen Verbraucher helfen

Deutschland hat nach wie vor den teuersten Strompreis in ganz Europa. Die Politik will das nun verändern.

Die Sitzungen zwischen dem deutlichen Wahlgewinner der Bundestagswahl 2025 (Union) und dem drastischen Wahlversager SPD stehen jetzt bevor.

Damit eine große Koalition gebildet werden kann, müssen CDU/CSU und SPD rund um das Thema Migration und Bürgergeld wohl einsichtig eine Einigung anstreben.

Aber was kommt dann auf die Millionen Verbraucher in Deutschland in Bezug auf die Strompreise* zu?

CDU und SPD: Strompreis-Entwürfe dürften Millionen Kunden helfen

Zu dem Themenbereich, wie die Strompreise fortan begrenzt werden könnten, hegen die zwei möglichen Koalitionspartner sogar einige Übereinstimmungen.

Schon am 3. Februar 2025 hatte die CDU in einem „15-Punkte-Sofortprogramm“ angedeutet, den Strompreis um wenigstens 5 Cent je kWh zu reduzieren.

Das hat in dem vorgelegten Entwurf allerhöchste Priorität. Die Partei will die Schritte noch vor dem Sommer 2025 realisieren.

Um diese Zielsetzung in die Tat umzusetzen, müsste die Union gemäß The Munich Eye die Stromsteuer auf 0,1 Cent je kWh (festgelegter EU-Mindestwert) reduzieren und die Netzentgelte um zusätzliche 3,05 Cent je kWh verringern.

Für Privathaushalte und einen Großteil der Unternehmen beläuft sich die Stromsteuer 2025 auf 2,05 Cent je kWh.

Gemäß dem Energieversorger „Enercity*“ stehen die Netztentgelte bei knapp 6,6 Cent je kWh. Tatsächlich haben Netzentgelte und Steuern einen Hauptanteil am Strompreis in Deutschland.

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Hilfe für Millionen Verbraucher: CDU und SPD wollen Stromsteuer und Netztengelte reduzieren

Gemäß der Bundesnetzagentur besteht der Strompreis auch noch aus diesen Einflussgrößen:

  • Nettonetzentgelt (26,9 Prozent) und Messstellenbetrieb (1 Prozent)
  • Steuern (20,9 Prozent): sie enthalten die Stromsteuer (4,9 Prozent) und die Umsatzsteuer (16 Prozent)
  • Gewinnspanne, Stromeinkauf und Vertrieb (43,5 Prozent)

Union und SPD wollen Strompreise reduzieren: Deutschland hat den teuersten Strom in der EU

Gemäß der Bundesnetzagentur bilden Steuern, Netzentgelte und der Messstellenbetrieb 48,8 Prozent des gesamten Strompreises.

Im 1. Halbjahr 2024 stand Deutschland mit einem mittleren Strompreis von 39,5 bis 40 Cent je kWh an Position 1 im EU-Vergleich.

Gemäß dem ADAC steht man in Deutschland rund 37 bis 38 Prozent oberhalb dem EUMittelwert von 28,9 Cent je kWh.

Die Sozialdemokraten wollen das nun ebenfalls abändern. Die SPD will die Netzentgelte auf 3 Cent je kWh begrenzen. Wie auch die Union will ebenso die SPD die Stromsteuer auf den von der EU festgelegten Mindestwert verringern.

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Union und SPD wollen Strompreise reduzieren: Haushalt könnte fast 100 Euro brutto jährlich einsparen

Für Familien dürfte das drastische Erleichterungen nach sich ziehen. Das belegt eine Kalkulation der Zeitung The Munich Eye. Angenommen, die Stromsteuer wird wirklich so kräftig verringert, dürften Millionen Endverbraucher wirklich viel Geld einsparen.

Als Folge dessen dürfte ein Haushalt mit einem jährlichen Bedarf von 4.000 kWh fast 93 Euro (brutto) jährlich sparen*. Eine Familie mit einem Bedarf von 2.500 kWh hätte andererseits etwa 65 Euro pro Jahr mehr.

Wer lediglich 1.500 kWh jährlich konsumiert, hat letztendlich knapp 35 Euro mehr in der Tasche. Um ebensolche Erleichterungen Wirklichkeit werden zu lassen, müssen sich aber Union und SPD in den Koalitionssitzungen aufeinander zubewegen.

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Auf die Frage nach der Finanzierung der preiswerteren Strompreise geben die Parteien verschiedenartige Antworten:

Die Union will die Einkünfte aus dem CO₂-Emissionshandel für die Erleichterung bei Stromsteuer und Netztentgelten einsetzen, informiert die Zeitung für kommunale Wirtschaft (ZfK).

Demzufolge favorisiert die SPD hingegen einen „Deutschlandfonds“, der privates und öffentliches Geld aktivieren soll.

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(Mit Angaben www.ruhr24.de/02.03.2025)

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