Bei 0 Grad: E-Auto fährt von München nach Berlin ohne aufzuladen

Bei 0 Grad: E-Auto fährt von München nach Berlin ohne aufzuladen

Autobahn, Winterzeit, sehr große Distanzen – mit dieser Verknüpfung können E-Autos so ihre Probleme haben. Der ADAC hat nun überprüft, welche Strecke Elektroautos unter diesen Voraussetzungen absolvieren können ohne zwischendurch aufzuladen. Hier nun das erstaunliche Ergebnis.

Bei kälteren Witterungsbedingungen haben Elektroautos und Verbrenner einen größeren Energieverbrauch. Kommt noch eine rasante Fahrweise auf der Autobahn hinzu, kann das den Aktionsradius enorm einschränken.

E-Autos: In Winterzeiten kann Energiebedarf enorm ansteigen

ADAC stellt Fahrtroute von München nach Berlin nach

Der ADAC hat jetzt nachgestellt, welche Distanz ausgesuchte Elektroautos mit großem Aktionsradius bei einer Temperatur von null Grad auf der Autobahn von München nach Berlin zurücklegen können.

Das Primäre: Sämtliche Elektroautos würden an ihr Ziel gelangen. Aber nur bei einem müsste nicht aufgeladen werden – und das nur, wenn man risikobereit ist.

Für die Prüfung hat der ADAC daür 25 Spitzen-Modelle unterschiedlicher Produzenten ausgesucht, die immer einen Aktionsradius von wenigstens 500 km nach WLTP haben. Die Autos wurden unter Laborbedingungen auf der Autobahn A9 von München nach Berlin geschickt.

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Lediglich ein Stromer bewältigt die Strecke ohne aufzuladen

Die Strecke war vorher bei einer tatsächlichen Fahrt dokumentiert und in den Prüfstand eingeführt worden, informiert der ADAC. Diesbezüglich wurden Neigungen, Erhebungen und wirkliches Verkehrsverhalten berücksichtigt. Als maximales Tempo legten die ADAC-Prüfer ein Tempolimit von 130 Kilometern je Stunde fest.

Die Teststrecke von 582 Kilometer bewältigte lediglich ein Stromer ohne Unterbrechung zum Aufladen – und das ist der Mercedes EQS.

Dagegen waren am Zielort lediglich 18 Kilometer übrig. Ein Großteil der Autofahrer hätte wohl währenddessen zur Sicherheit weingstens einmal zum Aufladen eine Pause gemacht.

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8 Elektroautos müssen 3 mal aufladen

Zusätzliche 7 Autos, unter ihnen der Porsche Taycan und Lucid Air, benötigten eine Pause zum Nachladen. 9 Stromer brauchten 2 und 8 andere dagegen 3 Pausen um von München nach Berlin zu gelangen.

Darunter hätten abstrakt sämtliche Autos den Fahrtweg mit höchstens einer Pause absolvieren müssen, wenn man die Aussagen zur WLTP-Reichweite anwendet.

Allein sämtliche Stromer erreichten während der Probefahrt einen erheblich geringeren Aktionsradius als angeführt. Lucid Air und Mercedes EQS müssten tatsächlich mit lediglich einer Aufladung von 20 Minuten nahezu von München nach Berlin und retour kommen.

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Tatsächlicher Aktionsradius erheblich unterhalb WLTP-Werte

Ergebnis des ADAC ist demzufolge, dass sich Aktionsradius und Verbräuche beim Tempo auf Autobahnen in Winterzeiten erheblich von den WLTP-Werten der Produzenten abgrenzen. Die WLTP-Angaben werden im Sommer bei geringeren Geschwindigkeiten festgestellt.

Hingegen hatte eine vergleichbare Überprüfung aus Norwegen in den Raum gestellt, ob die Differenzen beim Aktionsradius nicht besser den erfolgreichen Produzentenangaben verpflichtet sein könnten und nicht so viel von Temperatuten abhängig sind.

Denn hier waren mehrere Elektroautos auch in gleichartigen Prüfungen im Sommer mit erheblichen Unterschieden festzustellen.

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(Mit Angaben t3n.de/news/30.01.2025)

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