Stromsteuer – So hoch sind die Einnahmen für den Staat
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Konsumenten werden durch die Stromsteuer unmittelbar beansprucht und zeitgleich ist sie eine fundamentale Einkommensquelle für den Staat. Das solltest du rund um das Thema Stromsteuer kennen.
Ein gewichtiger Aspekt beim Strompreis stellt die Stromsteuer dar. Für die Bundesregierung ist sie eine einträgliche Einkommensquelle, für Stromkonsumenten dagegen eine weitere wirtschaftliche Beanspruchung.
Was exakt ist eigentlich diese Stromsteuer? Wer muss sie bezahlen? Kann man sich der Bezahlung entziehen? Und wohin gehen diese Einkommensströme?
Stromsteuer – was ist das eigentlich?
In Deutschland gehört die Stromsteuer zu den Verbrauchsteuern. Sie beruht auf EU–Vorschriften für elektrischen Strom.
Die Stromsteuer ist dem Bereich der Ökosteuern zugeordnet und ist Bestandteil der steuerpolitischen Winkelzüge des „Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform„.
Mit der Stromsteuer hat sich der Staat zum Ziel gesetzt, den Energiebedarf zu reduzieren, was sich auf der anderen Seite vorteilhaft auf die Umwelt auswirken soll.
Im Stromsteuergesetz (StromStG) sind alle ausschlaggebenden nationalen Vorschriften vereinbart. Hierzu gehören neben der Terminologie ebenso der Umfang und die Quelle sowie Rückvergütung und Freistellung.
Der Regelsteuersatz für Strom steht ab 2003 bei 2,05 Cent je kWh. Strom verbrauchende Fahrgeschäfte wie etwa Flixtrain oder die Deutsche Bahn, entrichten jedoch lediglich 1,142 Cent prokWh.
SPD und Union haben aber nun bestimmt, den Wert auf den EU-Minimalwert von 0,1 Cent pro kWh abzusenken. Die Umgestaltung des Gesetzes muss noch vom Bundestag bejaht werden. Das letzte Mal wurde das Stromsteuergesetz 2021 verändert.
Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) zeigt in einer Grafik, wie hoch die Quote der Stromsteuer am vollständigen Strompreis ist:

Wohin gehen die Einnahmen?
Gemäß Bundesfinanzministerium bildet die Stromsteuer eine fundamentale Einkommensherkunft des Staates. Diese Einnahmen werden z.B für den ergänzenden Zuschuss an den Bund für die gesetzliche Rentenversicherung genutzt.
Und das in einem enormen Ausmaß: Der Zuschuss des Bundes aus der Stromsteuer steht 2023 bei fast 6,8 Mrd. Euro. Dabei wird die Stromsteuer an den Stromanbieter* bezahlt, die administrative Abwicklung übernimmt aber das Hauptzollamt.
Wer muss Stromsteuer bezahlen?
Ein jeder Endverbraucher, der Strom aus dem Energieversorgungsnetz empfängt, muss Stromsteuer entrichten.
Doch ebenso Inhaber von PV-Anlagen oder weitere Eigenhersteller von Strom müssen die Steuer zahlen, wenn sie den selber produzierten Strom verbrauchen.
Jedoch nur dann, wenn die Bemessungsleistung (Nennleistung) ihrer Anlage mehr als 2 Megawatt beträgt.
Rückvergütung der Stromsteuer denkar
Es gibt aber in der Tat Konsumentem, welche die geleistete Stromsteuer in einigen Fällen rückvergütet erhalten, folglich von der Stromsteuer ausgenommen sind. Die Richtlinien dafür sind auch im StromStG vereinbart.
So muss etwa Strom aus erneuerbaren Energiequellen nicht versteuert werden, den der Endverbraucher selber produziert hat bzw. für Strom, der dem Netz entnommen wird und aus regenerativen Energien kommt. Ebenfalls Strom aus Notstromaggregaten muss nicht versteuert werden.
Der reduzierte Steuersatz zählt indessen für Fahrgeschäfte im Schienenbahnverkehr (Flixtrain, Deutsche Bahn) und für Unternehmen der Forst– und Landwirtschaft oder des herstellenden Gewerbes, für Konzerne, die Strom verwenden, um selbsttätig im großen Ausmaß herzustellen (z.B Gaskraftwerke), und für stromerzeugende Anlagen, deren Bemessungsleistung unterhalb 2 Megawatt steht.
Genutzte Angaben:
bundesfinanzministerium.de „Stromsteuer„
wirtschaftslexikon.gabler.de „Stromsteuer„
(Mit Angaben www.t-online.de/09.03.2025)
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