Strompreis: So teuer ist eine Kilowattstunde Strom heute
Inhaltsverzeichnis
In den letzten Monaten haben sich Preise für Strom erhöht. Der Preis befindet sich jedoch auf dem Level vom Herbst 2021. Heutige Daten belegen die Preisentwicklung für neue Kunden.
Beim billigsten Stromversorger* bezahlen neue Kunden im Durchschnitt 28,4 Cent pro kWh (Stand: 15.Januar 2025).
Das belegen die Angaben des Vergleichsportals Verivox. Dieser Preis (Mittelwert der letzten 7 Tage) ist gegenüber der Woche davor fast unverändert.

Strompreis hinter dem Schaubild:
Das Vergleichsportal Verivox unterhält eine Datensammlung, die postleitzahl- und tagesgenau aktuelle Tarife für Neukunden unterschiedlicher Versorger für Gas und Strom aufzeigt.
Aus diesen Angaben kalkuliert Verivox für jede Postleitzahl die mittleren Gesamtkosten für einen 4 bis 5-köpfigen Modellhaushalt im billigsten auf dem Vergleichsportal erhältlichen Tarif.
Dabei wird für den Haushalt ein Gasbedarf von 20.000 kWh und ein Strombedarf von 4.000 kWh zu Grunde gelegt. Tarife die nicht bei Verivox erhältlich sind und Tarife in der Grundversorgung sind nicht in den Angaben enthalten.
Um die Preise bestmöglich einander gegenüberstellen zu können, benutzt Verivox ab Anfang 2023 außerdem für die Kalkulation lediglich Tarife, die eine Preisgarantie von einem Jahr anbieten. Bei Verivox werden Brutto–Preise ausgewiesen.
Die hier ausgegebenen Angaben von Verivox sind ein auf ganz Deutschland bezogener gewichteter Mittelwert der billigsten Preise, die für jede beliebige Postleitzahl abrufbar sind (umgewandelt auf den Preis pro kWh).
Zu dem hier ausgegebenen Preis ist nicht an sämtlichen Standorten Strom erhältlich. Der billigste Strompreis ist an einigen Standorten teurer, an weiteren billiger als der hier ausgewiesene Durchschnittswert.
Für Feier– und Sonntage, an denen keine Angaben zur Verfügung stehen, wird jeweils der letzte verwendbare Wert genommen.
Entgegen vorübergehender Preissteigerungen im Herbst 2024 zeigten sich die Strompreise bis jetzt recht konstant. „Aufgrund dessen bemerken Kunden derartige Höchstpreise in Verträgen mit Festpreisen nicht„, erklärt René Zietlow-Zahl von der Verbraucherzentrale Niedersachsen.
Was beeinträchtigt den Strompreis?
Ursache für Höchstpreise sind Dunkelflauten. Das sind Zeitspannen, in denen wenig Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt wird.
Im Verlauf derartiger Zeitspannen werden hauptsächlich Gaskraftwerke verwendet, zumal man sie zügig aktivieren kann. Somit war die Quote von Erdags im Strommix (November 2024) die größte in den vergangenen 5 Jahren.
Das peitscht auch den Preis für günstiger erzeugten Strom nach oben. Denn den Preis legt stets das Kraftwerk mit den teuersten Herstellungskosten fest, das beim gegenwärtigen Verbrauch noch gebraucht wird. Das in ganz Europa gültige gleichförmige Merit-Order-Prinzip schreibt das so vor.
Wechsel des Stromversorgers kann sich rentieren
Ab Januar 2025 können nun ebenso lokal verschiedene Netzentgelte Preissteigerungen bei den Anbietern bewirken. Das liegt an einer neuen, im ganzen Bundesgebiet gültigen Preisfestsetzung für Stromnetze, die Anbieter verschiedenartig einbeziehen werden.
„Darum kann nicht vorhergesagt werden, in welchem Ausmaß und insbesonder zu welchem Zeitpunkt und ob im Allgemeinen Preissteigerungen in Bestandsverträgen auftreten. Sollten Preissteigerungen eintreten, haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht„, so der Experte Zietlow-Zahl von der Verbrauchzentrale Niedersachsen.
Vor einem Anbieterwechsel* sollten Kunden die Angebote in Online-Vergleichsportalen exakt gegeneinander abwägen und vor allem beachten, sich nicht über ein Jahr hinaus festzulegen.
(Mit Angaben www.ndr.de/nachrichten/14.01.2025)
Ein Kommentar